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Der Deckel gehört auf den Topf. Von Sabine Brendel

Der Deckel gehört auf den Topf
Kuchen werden auch dank der Ofen-Nachwärme gar. Kleine Koch-Kniffe senken den Stromverbrauch deutlich. Beim Kochen und Backen lässt sich viel Strom sparen.
Von Sabine Brendel


Energiespar - Tipps

Die meiste Energie ziehen Kochplatten aus Gusseisen. Glaskeramikherde brauchen 10-20 Prozent weniger Strom, lnduktionskochplatten 20-40 Prozent weniger, so die Verbraucherzentrale NRW.

Am Anfang sollte die Kochplatte sehr heiß sein. Zum Fertiggaren von Speisen: Temperatur rechtzeitig senken. 5-10 Minuten vor Kochende kann die Platte ausgemacht werden.

Ohne Deckel auf dem Topf braucht man etwa drei Mal so viel Strom beim Kochen.

Ist die Herdplatte 1 bis 2 cm größer als der Topf, vergeudet das bis zu 30 Prozent Wärme/Strom. Unebene und verbeulte Töpfe verlängern die Kochzeit um bis zu 40 Prozent.

Ein Schnellkochtopf empfiehlt sich für Speisen mit langer Kochzeit. Er senkt die Garzeit (bis zu 70%) und den Strombedarf (um 30-60%).

Wenn man Gemüse gart, verbraucht zu viel Wasser unnötig Energie, verwässert den Geschmack. und verschlechtert den Vitamin-, Mineral- und Nährstoff-Gehalt. Daher zum Garen so wenig Wasser wie möglich nehmen.

Wenn man Linsen, Bohnen und Reis vorquellen lässt, verkürzt sich die Garzeit stark.

Eier kocht man am sparsamsten im Eierkocher. In einem Topf (mit Deckel) reicht wenig Wasser aus. Wenn es kocht: Herdplatte aus. Der Dampf gart die Eier.

Elektrische Wasserkocher sind am besten zum Wasserkochen. Selbst die Mikrowelle benötigt hierfür mehr Strom.

Eine Mikrowelle ist stromsparender als ein Elektroherd, um Speisen zu erwärmen.

Wer backt, sollte den Backofen nur vorheizen, wenn es unbedingt nötig ist. Backen ohne Vorheizen spart bis zu einem Fünftel Energie ein.

Bei einer Backzeit von mehr als 40 Minuten kann der Ofen zehn Minuten vor Ende abgeschaltet werden.

Umluftöfen brauchen 25 bis 40 Prozent weniger Energie.



Kochtipps

...wenn Bratkartoffeln schön knuspig werden sollen, diese kurz vor dem Braten gut mit Küchenkrepp trockentupfen und mit etwas Mehl bestäuben.

...wollen Sie knusprige Bratwurst, dann bestreuen sie diese vor dem Braten ein wenig mit Zucker. Keine Angst, die Wurst nimmt den süßen Geschmack nicht an.

...Butter bleibt beim Braten schön hell, wenn man einige Tropfen Speiseöl hinzufügt.

..bei Fisch sollte man berücksichtigen, daß er keine zu starke Hitze verträgt.

...beim Wenden in der Pfanne zerfällt Fisch nicht, wenn man etwas Zitronensaft oder Salz ins Bratfett gibt; der Fisch wird dadurch auch knuspriger.

...bei Kurzgebratenem, wie z.B. Schnitzel, Steaks, Bratwurst und Koteletts, immer daran denken, vor dem Braten gründlich mit Küchenkrepp abzutrocknen, damit das Bratfett nicht spritzt, wenn kleine Wassertröpfchen vom Fleisch abperlen.

...außerdem sollte man immer beide Seiten bei hoher Temperatur anbraten, dann die Hitze reduzieren und
unter wenden fertig garen. Die Poren des Fleisches schließen sich durch das scharfe Anbraten besonders schnell, und die Stücke garen zart und saftig.


Weitere Küchentipps

Altbackenes Brot wieder frisch machen
hart gewordenes Brot kann im Kochtopf wieder auffrischen. Geben Sie das Brot in ein Sieb und hängen dieses in einen Topf mit etwas kochendem Wasser. Das Auffrischen ist beendet, wenn das Brot handwarm ist. Alte Brötchen und Baguettes vor dem wieder Aufbacken kurz mit Wasser befeuchten, dann wird es wieder knusprig.


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